Bestellung von SchulleiterInnen

Gestalten sie mit. Ihre Meinung zählt!

Noch in diesem Jahr wird es voraussichtlich zu einer Neuregelung der Schulleiterbestellung in Salzburg kommen. Wir wollen uns am „Oberösterreichischen Modell“ orientieren.

Welche Vorstellung haben sie dazu?

Natürlich sollten die LeiterInnen von den administrativen Arbeiten entlastet werden.
Natürlich sollten die LeiterInnen mehr bezahlt bekommen.
Nur das obliegt nicht der Landesgesetzgebung.

Allerdings: Wie wir zur bestmöglichen Leitung unserer Schulen kommen, das können wir auf Landesebene gestalten.

Die wesentlichen Eckpunkte des „OÖ Modells“ können sie in der nachfolgenden Aufstellung lesen.

Wolfgang Haag

Schreiben sie mir ihre Vorschläge: haag.w@aon.at


Modell Oberösterreich:

Details Objektivierung SchulleiterInnen:

Bewertungsgruppen und deren Gewichtung

Bewertungsgruppen_LeiterInnenbestellung

Auf Grund der Ergebnisse des Verfahrens macht das Amt des LSR dann einen Amtsvorschlag über die Bestellungsvorschläge inklusive Reihungsvorschläge, diese werden dann dem Kollegium des LSR zur Beschlussfassung vorgelegt. Entscheidend ist die absolute Mehrheit, also die Hälfte der Stimmen!

Bevor es zur Abstimmung kommt kann sich jede BerwerberIn beim Verdacht auf Mängel im Verfahren an den Kontrollrat wenden.

Grundsätzliches zum Assessment – Center:

Die Moderation des ACs obliegt der Abteilung Schulpsychologie des Landesschulrats.

Bewertungsteam

Das Bewertungsteam setzt sich zusammen aus:

  1. a) 1 Landesschulinspektor/in,
  2. b) 1 Bezirksschulinspektor/in,
  3. c) 4 Assessoren/Assessorinnen.

Für die unter c) genannte Assessorengruppe/Assessorinnengruppe nominiert jede im Landtag vertretene politische Partei je 6 Assessoren/Assessorinnen, von denen eine/r entsandt wird. Der jeweiligen Landtagsfraktion fällt auch das Recht der Abberufung ihrer nominierten Assessoren zu.

Die Assessoren/Assessorinnen erfahren eine entsprechende eingehende Schulung.

Ausschließungsgründe für die Auswahl von Bewertern/Bewerterinnen:

  • Bei der Auswahl der Bewerter/Bewerterinnen sind die gesetzlichen Bestimmungen über Befangenheit zu beachten.
  • Mitglieder und Ersatzmitglieder der Sektion I des Kollegiums des Landesschulrates für Oberösterreich können nicht Assessoren/Assessorinnen sein.
  • Mitglieder und Ersatzmitglieder der Kollegien der Bezirksschulräte, in deren Zuständigkeitsbereich die zu besetzende ausgeschriebene Leiter/innenstelle fällt bzw. sich die Stammschule des Bewerbers bzw. der Bewerberin befindet, können nicht Assessoren/Assessorinnen sein.

Zur genaueren Information hier das entsprechende pdf zum Download >>>

Zur Kontingentberechnung 2014/15

Wertschätzung heißt auch Transparenz und Gerechtigkeit

Wolfgang HaagIn Zeiten wie diesen, in denen die Finanz- Töpfe des Landes leer sind, werden auch die Ressourcen an den Schulen eher weniger als mehr. Es ist daher ein Gebot der Stunde, dass diese Ressourcenzuteilung an die Schulen in Form von Unterrichtsstunden transparent, für alle nachvollziehbar und nach objektiven Kriterien zu erfolgen hat. Jede Schule muss grundsätzlich gleich behandelt werden und einen garantierten Sockelbetrag erhalten, der sich nach festgelegten Zuteilungsschlüsseln ergibt. Davon abweichende Stundenkontingente müssen sich plausibel aus der speziellen Situation der Schule ergeben. Dieser Vorgang muss für alle Schulen im Land transparent und einsichtig gemacht werden.

Das ist das Ziel, das wir versuchen umzusetzen. Dazu haben wir im ZA schon eine grundsätzliche Übereinkunft gefunden. Der Dienstgeber unternimmt Schritte in die richtige Richtung. Wir laden alle ein, uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen.

„Der Zentralausschuss hat sich in seiner Sitzung am 28. Jänner 2014 mit dem Vorschlag zur Kontingentsberechnung für 2014/15 befasst und stellt dazu einstimmig fest:

Modell für Sonderschulen:

Die Kontingente für die einzelnen Schulen müssen nachvollziehbar berechnet werden, jedes Schulkontingent muss daher jeder Schule bekannt sein. Besonders in Zeiten immer knapper werdender Ressourcen ist diese Transparenz aus unserer Sicht ein zwingendes Erfordernis.

Das Bestreben, nunmehr auch die Berechnung der Stundenkontingente für einzelne Sonderschulen nach einer transparenten und gleichlautenden Formel zu berechnen, wird begrüßt.

Dass im Gegensatz zur Berechnung für andere Schultypen die Schulen einen „Sockelbetrag“ garantiert bekommen und es zur lange von uns geforderten „Stundengarantie“ kommt, möchten wir ausdrücklich positiv hervorheben.

Die unterschiedlich hohe Verteilung der Sockelbeträge in den einzelnen Bezirken sollte mit überprüfbaren Parametern dokumentiert und begründet werden, auch wenn wir damit nicht in Abrede stellen wollen, dass die Bedingungen in den einzelnen Bezirken unterschiedlich sein können.

Problematisch erscheint uns die unterschiedlich hohe Stundendotierung von Schülern/innen mit SE-Förderbedarf und auch Schülern/innen in basalen Klassen, abhängig davon, in welchem Bezirk diese Kinder beschult werden.

Modell für Volksschulen (ohne nieder organisierte VS), ohne Schuleingangsphase:

Die hohen Anforderungen eines transparenten und daher nachvollziehbaren Berechnungsmodells des Stundenkontingents an Volksschulen erfüllt der vorliegende Entwurf nicht.

Die Tatsache, dass trotz Berechnung jede vorgesetzte Behörde Stunden an der einzelnen Schule abziehen kann, erscheint wenig transparent. Unser Vorschlag wäre hier, analog dem Berechnungsmodell für Sonderschulen einen Sockelbetrag einzuführen und für die individuellen schulischen Erfordernisse zusätzliche Stundenkontingente bereitzustellen.

Die Grundausstattung mit autonom verwendbaren Stunden erscheint uns zu wenig, vor allem aus dem Gesichtspunkt, wie viele verschiedenen Bereiche des schulischen Alltages zukünftig damit abgedeckt werden müssen (Unverbindliche Übungen, Schwerpunkte, Bücherei, Werkteilungen…). Zu befürchten ist eine Verschiebung der Prioritäten gegen die Fächer Technisches- und Textiles-Werken, da die Werkteilungsstunden rein aus dem autonomen Kontingent zu bewirtschaften sind und somit in direkter Konkurrenz zu den anderen Bereichen stehen. Probleme mit der Vollbeschäftigung der 128 Werklehrerinnen sind zu befürchten.

Aus den oben genannten Gründen lehnen wir den Entwurf ab und fordern den Dienstgeber auf, Verhandlungen zur Verbesserung des Modells mit uns als Personalvertretung aufzunehmen.“

Wolfgang Haag
ZA PflichtschullehrerInnen
Mitglied

Gehaltsabschluss 2014/15

Ein guter Lohnabschluss sieht anders aus!

Am 17.01.2014 haben Gewerkschaft und Regierung unser Gehalt bis 31.12.2015 vereinbart.

Ab 1.3.2014 werden die Gehälter um 1,4 Prozent und dazu um 14,50 Euro erhöht (Inflationsabgeltung 2,33% nur für ein Monatsgehalt von 1560 €). Zulagen und Vergütungen werden um 2,02 Prozent erhöht.

Ab 1.3.2015 werden die Gehälter um die Inflationsrate (Okt.13-Sept.14) und 0,1 Prozent erhöht.

gehaltsrunden_beamte

Nach 14 Monaten Nulllohnerhöhung ist ein Abschluss unter der Inflationsrate inakzeptabel. Noch dazu, wenn alle anderen Branchen zw. 2,5 und 3,2 Prozent Erhöhung bekamen.

Die Gehaltstabelle als Download >>>

LDG-Neu & Gehaltsverhandlungen

Neues LehrerInnendienstrecht:

Dieses wurde zwar gegen den Willen der Sozialpartner und der Opposition im Parlament beschlossen und ist daher teilweise ab September 2015 und teilweise ab September 2019 rechtswirksam. Wir werden aber den Kampf gegen dieses Gesetz weiterführen!

Unsere Hauptkritikpunkte sind:

  • Dieses neue Dienstrecht ist ein Sparpaket der Regierung, welches nicht nur auf Kosten aller LehrerInnen gehen wird, sondern vor allem auch auf Kosten kommender Schülerinnen und Schüler.
  • In Zukunft sollen weniger LehrerInnen für die gleiche Anzahl von SchülerInnen zuständig sein, was zur Folge hat, dass weniger Vor- und Nachbereitungszeit für die SchülerInnen zur Verfügung steht.
  • Das neue Dienstrecht ist mit dem jetzigen Dienstrecht nicht “kompatibel”. Schon sehr bald könnte es zu einer “Harmonisierung” durch das billigere “neue” System kommen.
  • Das neue Dienstrecht bietet keinen einzigen Lösungsansatz für aktuelle Probleme im Bildungsbereich, da LehrerInnen kein Mitspracherecht bei der Gestaltung hatten.
  • Für die künftigen PflichtschullehrerInnen bringt dieses Dienstrecht große Ungerechtigkeiten. Sie müssen ebenso ein Studium mit Master abschließen, verdienen aber dann wesentlich weniger, weil für die VS-LehrerInnen keine Fächerzulagen und für die Sekundarstufe-1-LehrerInnen nur wenig Zulage vorgesehen ist.
  • Im Gesetz heißt es: “Die Schulleitung hat die standortbezogenen Tätigkeiten unter Bedachtnahme auf die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten der Vertragslehrpersonen und deren Beschäftigungsausmaß ausgewogen festzulegenund somit alle weiteren an der Schule anfallenden Arbeiten den LehrerInnen ohne weitere zeitliche oder finanzielle Abgeltung aufzubürden, also die Arbeitszeit nun sogar grenzenlos auszuweiten.
  • Keine Unterstützung durch professionelles Supportpersonal. Laut OECD fehlen mindestens 13.500 zusätzliche Stellen für unsere Schulen.

Wo – bitte! – ist da die Attraktivität dieses Dienstrechts, um die geeignetsten jungen Menschen dazu zu bewegen, LehrerInnen werden zu wollen?

Lohn und Gehaltsverhandlungen:

Es gibt per Gesetz ab 1.1.2014 wieder keine Gehaltserhöhung für uns! Die Verhandlungen sind aber noch nicht abgeschlossen.

Und das nach (2013) 0, (2012) 2,56, (2011) 0,9, (2010) 0,85 Prozent Erhöhung in den letzten 4 Jahren, bei einer inflationären Geldentwertung von 1.1.2009 bis heute von über 10 Prozent – also hatten wir in den letzten Jahren schon mehr als einen Biennalsprung Reallohnverlust!


Die Aussendung zum Download >>>