Gehaltsabschluss 2014/15

Ein guter Lohnabschluss sieht anders aus!

Am 17.01.2014 haben Gewerkschaft und Regierung unser Gehalt bis 31.12.2015 vereinbart.

Ab 1.3.2014 werden die Gehälter um 1,4 Prozent und dazu um 14,50 Euro erhöht (Inflationsabgeltung 2,33% nur für ein Monatsgehalt von 1560 €). Zulagen und Vergütungen werden um 2,02 Prozent erhöht.

Ab 1.3.2015 werden die Gehälter um die Inflationsrate (Okt.13-Sept.14) und 0,1 Prozent erhöht.

gehaltsrunden_beamte

Nach 14 Monaten Nulllohnerhöhung ist ein Abschluss unter der Inflationsrate inakzeptabel. Noch dazu, wenn alle anderen Branchen zw. 2,5 und 3,2 Prozent Erhöhung bekamen.

Die Gehaltstabelle als Download >>>

LDG-Neu & Gehaltsverhandlungen

Neues LehrerInnendienstrecht:

Dieses wurde zwar gegen den Willen der Sozialpartner und der Opposition im Parlament beschlossen und ist daher teilweise ab September 2015 und teilweise ab September 2019 rechtswirksam. Wir werden aber den Kampf gegen dieses Gesetz weiterführen!

Unsere Hauptkritikpunkte sind:

  • Dieses neue Dienstrecht ist ein Sparpaket der Regierung, welches nicht nur auf Kosten aller LehrerInnen gehen wird, sondern vor allem auch auf Kosten kommender Schülerinnen und Schüler.
  • In Zukunft sollen weniger LehrerInnen für die gleiche Anzahl von SchülerInnen zuständig sein, was zur Folge hat, dass weniger Vor- und Nachbereitungszeit für die SchülerInnen zur Verfügung steht.
  • Das neue Dienstrecht ist mit dem jetzigen Dienstrecht nicht “kompatibel”. Schon sehr bald könnte es zu einer “Harmonisierung” durch das billigere “neue” System kommen.
  • Das neue Dienstrecht bietet keinen einzigen Lösungsansatz für aktuelle Probleme im Bildungsbereich, da LehrerInnen kein Mitspracherecht bei der Gestaltung hatten.
  • Für die künftigen PflichtschullehrerInnen bringt dieses Dienstrecht große Ungerechtigkeiten. Sie müssen ebenso ein Studium mit Master abschließen, verdienen aber dann wesentlich weniger, weil für die VS-LehrerInnen keine Fächerzulagen und für die Sekundarstufe-1-LehrerInnen nur wenig Zulage vorgesehen ist.
  • Im Gesetz heißt es: “Die Schulleitung hat die standortbezogenen Tätigkeiten unter Bedachtnahme auf die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten der Vertragslehrpersonen und deren Beschäftigungsausmaß ausgewogen festzulegenund somit alle weiteren an der Schule anfallenden Arbeiten den LehrerInnen ohne weitere zeitliche oder finanzielle Abgeltung aufzubürden, also die Arbeitszeit nun sogar grenzenlos auszuweiten.
  • Keine Unterstützung durch professionelles Supportpersonal. Laut OECD fehlen mindestens 13.500 zusätzliche Stellen für unsere Schulen.

Wo – bitte! – ist da die Attraktivität dieses Dienstrechts, um die geeignetsten jungen Menschen dazu zu bewegen, LehrerInnen werden zu wollen?

Lohn und Gehaltsverhandlungen:

Es gibt per Gesetz ab 1.1.2014 wieder keine Gehaltserhöhung für uns! Die Verhandlungen sind aber noch nicht abgeschlossen.

Und das nach (2013) 0, (2012) 2,56, (2011) 0,9, (2010) 0,85 Prozent Erhöhung in den letzten 4 Jahren, bei einer inflationären Geldentwertung von 1.1.2009 bis heute von über 10 Prozent – also hatten wir in den letzten Jahren schon mehr als einen Biennalsprung Reallohnverlust!


Die Aussendung zum Download >>>


Eckpunkte des neuen LehrerInnendienstrechts


Da wir immer wieder angefragt werden, hier ein Überblick über die wesentlichen Eckpunkte des neuen LehrerInnendienstrechts.


  • 24 Wochenstunden (WSt) „Unterricht und/oder qualifizierte Betreuung von Lernzeiten“ (unabhängig vom Gegenstand).
  • Verpflichtung zu weiteren 3 WSt möglich.
  • KV- oder MentorInnentätigkeit: je 1 Stunde Einrechnung.
  • Innerhalb der 24 Stunden 1-2 WSt (36-72 Stunden pro Schuljahr) für „Eltern-Schüler-Beratung“.
  • Ist jemand KV und MentorIn, keine zusätzlichen „Eltern-Schüler-Beratungsstunden“.
  • Definition von „Eltern-Schüler-Beratung“ fehlt.
  • 15 Stunden institutionelle Fortbildung pro Schuljahr außerhalb der Unterrichtszeit.
  • Einsatz der LehrerInnen unabhängig von Ausbildung an jeder beliebigen Schulart in jedem beliebigen Ausmaß in jedem beliebigen Fach (auch gegen ihren Willen!).
  • Urlaub in den Hauptferien erst „nach Abwicklung der Schlussgeschäfte“.
  • Kein Urlaub in der letzten Ferienwoche.
  • LehrerInnen müssen aber auch alles andere machen, was zu „Schule“ dazugehört und die Schulleitung anordnet (ohne weitere Abgeltung).
  • Keine Demokratisierung der Schule.
  • Keine zeitliche/finanzielle Bewertung der nichtunterrichtlichen Arbeiten der LehrerInnen.
  • Neues Dienstrecht trifft nicht „nur“ JunglehrerInnen, sondern alle mit befristeten Verträgen.
  • Kein echtes Optionsrecht: ALLE Personen mit befristeten Verträgen kommen nach dem Schuljahr 2018/2019 automatisch (auch gegen ihren Willen) ins neue Dienstrecht.
  • Versprochenes Unterstützungspersonal nicht vorgesehen.

Das Ganze ist ein Sparpaket auf Kosten der LehrerInnen – im Vollausbau Einsparungen von einer halben Milliarde Euro jährlich!


Streichung/Reduktion:

  • Klassenvorstandsabgeltung
  • Vergütung für die Betreuung von StudentInnen im Schulpraktikum
  • Einrechnung in die Lehrverpflichtung für LeiterInnen von mehrtägigen Schulveranstaltungen,
  • Einrechnung für SchulbibliothekarInnen
  • Abschaffung des Zeitkontos
  • Reduktion der Abgeltung für mehrtätige Schulveranstaltungen