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Personalvertretung mit MEHRWERT+

 

Mehr Wertschätzung für unsere Arbeit:

 

wertschaetzungWir Lehrerinnen und Lehrer geben unser Bestes um die uns anvertrauten Kinder zu fördern und zu fordern, zu motivieren und zu begleiten. Eine Lehrperson braucht dafür nicht nur fachliches Wissen und pädagogisches Können, sondern sie wird ihre ganze Persönlichkeit dafür einsetzen, dass miteinander Lernen gelingt und der Schulalltag von allen positiv erlebt wird.

Das ist nicht immer einfach. Es gelingt dann leichter, wenn ich mich von Vorgesetzten und KollegInnen wertgeschätzt fühle:

Wenn ich als Person mit meinen Stärken und Schwächen respektiert werde. Wenn meine Meinung gefragt ist und meine Erfahrungen ernst genommen werden. Wenn Konflikte offen und partnerschaftlich ausgetragen werden, statt über das hierarchische Machtgefälle. Wenn der Dienstgeber danach fragt, was wir brauchen, um unsere Arbeit gut zu machen…

Es ist eine Sache jeder und jedes Einzelnen, Wertschätzung zu zeigen und auch danach zu handeln. Es ist aber auch eine Form der Kommunikationskultur einer Gemeinschaft. Dass ein wertschätzender Umgang im „Schulhaus“ – auf allen Ebenen des Schulsystems – eine Selbstverständlichkeit wird, dafür setzen wir uns ein!


Mehr Respekt vor unseren Grenzen:

 

respekt„Man“ kann viel von uns fordern: Nicht nur, dass alle Kinder lernen, was sie laut Lehrplan lernen sollen – nein, auch für gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung, für kreatives Denken und gutes Benehmen der SchülerInnen sollen wir sorgen! Nicht mehr die angestrebten Lernziele, nein die „Kompetenzen“ müssen wir seit Neuestem ausformulieren und mit einer 4-Punkt-Null-Skala sollen wir beurteilen. Nicht nur unzähligen „Papierkram“ haben wir für die Verwaltung zu erledigen, nein auch ein virtueller Sokrates will von uns mit Daten gefüttert werden. Obwohl nie sicher ist, ob das Internet die Datenflut zu Stoßzeiten auch bewältigen kann – oder ob das System abstürzt!

Wer fragt denn uns, was wir noch alles bewältigen können, ohne in Burnout oder Krankheit „abzustürzen“? – Nein, ich wehre mich ganz und gar nicht gegen die notwendige Weiterentwicklung der Schule! Aber alles hat seine Grenzen – auch unsere Belastbarkeit. Und wer „das Beste“ aus den LehrerInnen herausholen will, tut gut daran, diese Grenzen zu respektieren und nicht auch noch „das Letzte“ herauszupressen wie aus einer Zitrone!


Mehr Autonomie für uns LehrerInnen:

 

autonomieEinzelkämpfertum in der Schule hat ausgedient. Wir arbeiten mit BeratungslehrerInnen, mit den Eltern, mit dem Jugendamt zusammen, wir stimmen unsere Erziehungsarbeit in Klassenkonferenzen aufeinander ab, wir unterrichten im Team, in fächer- und klassenübergreifenden Projekten, erarbeiten gemeinsam neue Wahlpflichtfächer oder Freigegenstände, erproben neue Beurteilungsformen und so weiter…

Bei immer mehr Vernetzung im Schulgeschehen stellt sich die Frage: Was muss in einer Klasse, in einer Schule vereinheitlicht werden und wo ist Individualität nach wie vor angesagt? Eine Gratwanderung, die jedes Kollegium individuell bewältigen muss! Hier zentral – von der Behörde oder von der Schulleitung – zu viele Normen vorzugeben wäre kontraproduktiv. Ein Team funktioniert dann effektiv und harmonisch, wenn jede und jeder die eigenen Stärken, die eigene Persönlichkeit einbringen kann, und nicht, wenn alle nach Schema F funktionieren sollen!


Mehr Transparenz in der Schulpolitik:

 

transparenzHaben Sie manchmal das vage Gefühl, wie die Entscheidungen in der Schulpolitik und Schulverwaltung zustande kommen, ist nicht vorhersehbar, nicht nachvollziehbar, ja vielleicht sogar willkürlich – jedenfalls nicht an den tatsächlichen Erfordernissen der Schulrealität orientiert? Haben Sie manchmal den Verdacht, diejenigen, die in der Personalvertretung und Gewerkschaft das Sagen haben, fühlen sich letztlich den Vorgaben ihrer „Mutterpartei“ mehr verpflichtet als den ureigensten Interessen der LehrerInnen?

Als „GRULUGs“ in den Personalvertretungs- und Gewerkschaftsgremien „hinter die Kulissen“ schauen zu können ist eine spannende Angelegenheit! Wir sind zwar (noch) in der Minderheit, doch üben wir, seit wir in den Gremien vertreten sind, eine wichtige Kontrollfunktion aus: Entscheidungsmechanismen, Machtstrukturen, politische Strategien und Verwicklungen transparent zu machen, sowie zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Fragen zu stellen: das ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Wir werden weiterhin alles daran setzen, dass mit offenen Karten gespielt wird. – Wer fair spielt, hat nichts zu verschleiern!


Mehr Demokratie in der Gewerkschaft:

 

demokratieEine Gewerkschaft, in der über Jahrzehnte hinweg eine Fraktion die absolute Mehrheit hält, erliegt leicht der Versuchung, demokratische Spielregeln nicht mehr ernst genug zu nehmen. Beispiel gefällig?

Die „Unabhängige Gewerkschaft“ (UG) ist im Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) auf Grund der Wahlergebnisse seit langem als Fraktion anerkannt. Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) verweigert jedoch (mit FCG-Mehrheit) der UG eine Vertretung im GÖD-Vorstand und damit die Möglichkeit, sich mit ihren Vorstellungen von Gewerkschaftsarbeit einzubringen.

Nach dem jüngsten Spruch des Obersten Gerichtshofs stehen jetzt die Chancen gut, dass die Unabhängige Gewerkschaft endlich einen Sitz im GÖD-Vorstand erhält. Als Teil der UG werden dann auch wir von GRULUG unsere Ideen verstärkt in der GÖD einbringen können.

Auch für die Gremien der Personalvertretung, vor allem für den ZA, streben wir an, dass sich Teams mit demokratischen Umgangsformen entwickeln, die tatsächlich fraktionsübergreifend agieren und auch nach außen als solche auftreten – anstatt als „Ein-Fraktions-Organe“ wie bisher.

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