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Aktuell

SonderpädagogInnen fehlen

Salzburg: den Schulen fehlen 40 SonderpädagogInnen

Schulreform jetzt!

Artikel der "Zeit" zur aktuellen Debatte um die gemeinsame Schule

Deutschzwang an Schulen?

Aufregung über "Deutschzwang" an Privatschule St. Johann

Schmied will Qualitätsmanager

"Qualitätsmanager" statt Inspektoren - man darf pessimistisch sein...

Immer mehr Problemschüler

Missverhältnis zwischen Bedarf und Angebot in Salzburg

Konferenz nicht erwünscht

Schulinspektor verbietet den LehrerInnen Schulkonferenz

Sonderschulen abschaffen?

Sind Sonderschulen menschenrechtswidrig?

Pläne für Heim in Schublade

Keine Einrichtungen für gewaltbereite Schüler in Salzburg

Wohin mit Problemschüler?

Experte: Sozialarbeit und individuelle Betreuung an Schulen ausbauen

Schulen ersticken in Verwaltung

Verwaltungswust an Schulen - DirektorInnen ersticken in  Papierkram

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Zum Schulschluss

Liebe KollegInnen, Liebe Kollegen!
Liebe Freunde!

Da wir alle in recht anstrengenden Schulabschlussarbeiten steckten, habe ich auf eine öffentliche GRULUG Sitzung im Juni verzichtet.

Ihr habt einen Teil unserer Arbeit ja auch über die Medien mitverfolgen können.

In der letzten Ausgabe der „aps Salzburg“ für GÖD Mitglieder wird versucht, die GRÜNEN als „Sonderschul-Abschaffer“ hinzustellen.

Wahr ist, dass die GRÜNEN mit unserer vollen Unterstützung die Integrationsquote von derzeit 50% (Salzburg ist damit bundesweites Schlusslicht) auf 80% zu erhöhen beantragt haben. Dies nicht aus irgendwelchen ideologischen Gründen, sondern aus ganz praktischen Überlegungen. Bei ständig sinkenden Ressourcen haben unsere KollegInnen die teure Doppelgleisigkeit in den Schulen auszubaden. Die sog. Wahlfreiheit der Eltern führt zur völlig unfreiwilligen und nicht mehr ertragbaren Situation von 10 Integrationskindern und mehr in einer Klasse.

Dem haben dann auch alle Parteien im Landtag zugestimmt. Natürlich sollen 20% Sonderschulen als Kompetenzzentren erhalten bleiben. Das ergibt sich ja logischer Weise aus der 80% Integration.

Die KollegInnen der „fcg“ nehmen wie gewohnt Halbwahrheiten und konstruieren daraus Geschichten, welche sie dann Anderen in die Schuhe schieben. So auch hier!

Dies wohl in der Absicht, die Arbeit der Grünen dadurch abzuwerten und gegen uns Stimmung unter der Lehrerinnenschaft zu verbreiten.

Ich denke, dass diese Art der Standesvertretung selbst für sich spricht und nur deutlich macht, wie dringend notwendig unser doch sehr anderes Verständnis von kompetenter Arbeit für die Kollegenschaft ist.

Erfreulich ist, dass ebenfalls ein Antrag der Grünen vom 8.7.2010 „Mangel an Sonderpädagogen rasch beheben“, dazu geführt hat, dass es konkrete Hilfen für die Schulen im neuen Schuljahr gibt. Er wurde ebenfalls von allen Parteien im Landtag mit geringfügigen Abänderungen angenommen.

Ich möchte Euch allen erholsame Ferien wünschen und freue mich schon auf unsere gemeinsame Arbeit im kommenden Schuljahr.

Liebe Grüße

Wolfgang Haag


SonderpädagogInnen in
volle Lehrverpflichtung gezwungen

Die Kluft zwischen Angebot und Bedarf an SonderschullehrerInnen im Bundesland Salzburg wird seit Jahren immer größer und ist nun wahrlich keine Überraschung. Diesen Missstand bekommt der Dienstgeber jährlich vom statistischen Zentralamt nachweislich mitgeteilt. Man hätte schon längst Konzepte entwickeln können, um dieser Entwicklung entgegen zu steuern.

Jetzt zwingt man die KollegInnen mit reduzierter Lehrverpflichtung in eine volle Lehrverpflichtung.

Gerade so, als ob die KollegInnen ihre Lehrverpflichtung aus Jux und Tollerei reduzieren würden und nicht, weil sie triftige Gründe dafür hätten. Schließlich ist eine Reduktion der Lehrverpflichtung mit dem Verzicht auf den entsprechenden Lohnanteil verbunden.

Diese Art und Weise, mit Mitarbeitern umzugehen, lehnen wir ab!

Wir ersuchen den Dienstgeber dringlichst, von dieser Vorgehensweise Abstand zu nehmen und möglichst rasch ein brauchbares Konzept zu entwickeln.

Problemlösung - und nicht Problemvermehrung - ist gefragt!

Wolfgang Haag

Diese Aussendung zum Download >>>

Liebe KollegInnen an
Volks- und Hauptschulen

Ein Brief aus der AHS für die gemeinsame Schule + ihre ausreichende Budgetierung

Eine demokratische, soziale und vom Bund mit den notwendigen Budgetmitteln ausgestattete Bildungsreform, ganztägige Gesamtschulen, gemeinsame LehrerInnenausbildung und L1-Bezahlung für alle LehrerInnen sind auch vielen engagierten AHS-LehrerInnen ein Anliegen. Wir ÖLI-UGs sind dafür bei den AHS-Personalvertretungswahlen von der FCG/ÖVP-Fraktion als „Standesverräter“ beschimpft und trotzdem von 22 Prozent der KollegInnen zur zweitstärksten Fraktion gewählt worden.

Wir haben die schlechten Erfahrungen mit den Einsparungen der Gehrer-Jahre und auch die Sparvorhaben von Pröll und Schmied 2009 nicht vergessen. Das geplante Bildungssparbudget 2010-2014 der Regierung ist aber trotzdem keine Naturgesetz. ÖGB, AK und Sozialpartner haben Einspruch angemeldet. Auch die Bundeskonferenz der GÖD. Es liegt auch an uns.

Während sich die fünf FCG/ÖVP-geführten LehrerInnengewerkschaften der GÖD noch immer zu keinen gemeinsamen Aktivitäten für ein neues, unserer sich verändernden Arbeit entsprechendes und alle LehrerInnenarbeit bezahlendes LehrerInnendienst- und Besoldungsrecht, für bessere Arbeits- und Lernbedingungen an allen Schulen, für eine gemeinsame Universitäts-Ausbildung (Forschung UND Praxis, Master-Abschluss vor dem Berufseintritt) aufraffen wollen, haben sich in der ÖVP Gesamtschul-BefürworterInnen zu Wort gemeldet, ohne die göd.FCG zu fragen. Diesmal sind sie nicht zu überhören. Gemeinsame Schule, Ganztagsschulen, individuelle Förderung statt der unsozialen Selektion nach Wohnort und Status der Eltern sind für die Wissenschaftsministerin, für Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung längst notwendig und auf einmal auch für ÖVP-Landespolitiker wie den LSR-Präsidenten Enzenhofer eine Option.

Keine Angst vor der Gesamtschule - Her mit der Bildungsmilliarde!

Gemeinsam mit ÖGB und Sozialpartnern fürs Aufschnüren des Finanzrahmengesetzes der Bundesregierung und für die Rücknahme der geplanten Kürzungen im Bildungsbereich:
Für ein Konjunkturpaket Bildung, Gesundheit und Soziales!

www.oeli-ug.at


Gewalt an Schulen:
Salzburg braucht sofort 100 BeratungslehrerInnen!

Äußerst ungehalten – so reagiert Wolfgang Haag, grüner Lehrergewerkschafter in Salzburg, auf das Programm des Landesschulrats, mit dem Gewalt an Schulen vermindert werden soll (SN vom Mittwoch).

Hier werden großartige Maßnahmenpakete angekündigt. Das sind alles nur Jubelmeldungen, ein Hohn.“ Ein Kritikpunkt: Dass es keine wissenschaftlich fundierten Zahlen darüber gebe, wie viele Schüler in Salzburg wirklich gewalttätig seien. Haag: „So etwas wird verhindert, weil die Wahrheit unangenehm wäre.“ Die Personalvertretung arbeite daran, so eine Studie zustande zu bringen.

Haag: „Das Schlimmste ist, wie Probleme an Schulen verschwiegen werden. Vor allem in der Stadt, wo Gymnasien und Hauptschulen in Konkurrenz zueinander stehen. Da gibt es Körperverletzungen an Lehrern, da wird nicht mehr unterrichtet, sondern nur mehr verwaltet. Aber nach außen hin ist alles eitel Wonne.“

Salzburg brauche sofort hundert Beratungslehrer. Deren Zahl müsse mindestens acht Mal so hoch werden, um den Bedarf annähernd zu decken. „Tirol hat im letzten Jahr 76 Beratungs- und Integrationslehrer angestellt, Oberösterreich gar 183. Und Salzburg? Null!“, sagt Haag.

In eine ähnliche Kerbe schlägt auch die ÖVP-Lehrergewerkschaft: Es würden nur vorhandene Maßnahmen beweihräuchert, jedoch nichts zur Problemlösung beigetragen, sagen Personalvertreter Sigi Gierzinger und Toni Polivka. Für gewalttätige Schüler müsse schnellstens ein Internat eingerichtet werden.

SN vom 06.05.2010


 Gegen geplante Einsparungen!
Für ein Konjunkturpaktet Bildung!

Kürzung des Bildungsbudgets um weitere 1,4 % geplant!

Allein um die jährlich durch die Gehaltsstufen wachsenden Lohnkosten zu tragen, müsste das Budget um 0,7 % erhöht werden!

1000 Nichtnachbesetzungen bis 2014 geplant!

Laut Ministerium sollen die Einsparungen „vor allem“ im Verwaltungsbereich – unter anderem durch die Abschaffung der Bezirksschulräte - erfolgen. Völlig ungelöst bleibt dabei, wie die Zukunft der Schulverwaltung aussehen soll – und aus den Erfahrungen der letzten Jahre wissen wir, dass die Kürzungen nicht auf den Verwaltungsbereich beschränkt bleiben werden! Wenn in der Verwaltung eingespart wird, dann darf das Geld nicht zum Stopfen von Budgetlöchern verwendet werden, sondern muss den Schulen zur Verfügung gestellt werden!

Beschlussfassung der Einsparungen bereits am 19. Mai

Die Kürzungen sollen mittels des „Finanzrahmengesetzes“ im Parlament beschlossen werden. Es bleibt der GÖD und dem ÖGB also nur mehr wenig Zeit, die Maßnahmen zum Nachteil der LehrerInnen und aller öffentlich Bediensteten abzuwenden!

Bildungsinvestitionen sind Zukunftsinvestitionen. Reformmaßnahmen wie kleine Klassen, individuelle Förderung oder soziale Integration brauchen mehr und nicht weniger Personal.

Wir unterstützen die Forderung von ÖGB und AK nach einem Konjunkturpaket Bildung, Gesundheitsvorsorge und öffentliche Dienste und für Zukunftsinvestitionen der öffentlichen Hand.

Wir wenden uns entschieden gegen das von der Regierung geplante Finanzrahmengesetz, mit dem die Krisenlast auf dem Rücken der öffentlich Bediensteten abgetragen werden soll.

Wir wenden uns entschieden gegen weitere Einsparungen im Zukunftsbereich Bildung!

Aussendung: "Gegen geplante Einsparungen" zum Download