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"Sparpaket - wir tragen das nicht mit!"
Schon 2009 gab es ein als „Maßnahmenpakt“ bezeichnetes Sondersparpaket exklusiv für LehrerInnen im Ausmaß von 190 Mio. € oder durchschnittlich ca. 1554 € pro LehrerIn (Erhöhung der Supplierverpflichtung, Streichung der Bildungszulage,…)
Jetzt werden wir erneut überdurchschnittlich zur Kasse gebeten: z. B. - 2013 wird es für uns LehrerInnen eine Nulllohnrunde geben, im Jahr darauf eine moderate Erhöhung (ein Prozent plus Einmalzahlung). Wir hatten allerdings schon in den letzten drei Jahren Sparpakete zu verkraften - immer mit der Begründung, es sei gerade eine „Ausnahmesituation“.
| Gehaltsabschlüsse |
2010 |
2011 |
2012 |
| LehrerInnen |
0,9% |
1,03% |
2,8% |
| österr. Durchschnitt |
2,5% |
3,5% |
3,9% |
Wer in die Korridorfrühpension gehen möchte, muss künftig 40 Versicherungsjahre (statt bisher 37,5) aufweisen. Dabei werden auch noch die Abschläge erhöht. Invaliditätspension gibt es künftig nur noch für über 50-Jährige, die geblockte Altersteilzeit wird gestrichen. Außerdem kommt die Umstellung auf das Pensionskonto schon 2014.
Aber LehrerInnen sind natürlich auch von vielen anderen Maßnahmen betroffen, wie z.B. von der Kürzung des staatlichen Zuschusses zum Bausparen um die Hälfte oder von der Reduktion der Prämie für die Zukunftsvorsorge.
Die Strategie ist immer die Gleiche. Um uns diese massiven und ungerechten Ver-schlechterungen „schmackhaft“ zu machen, wurde im Vorfeld der Verhandlungen ein regelrechtes „Horrorszenario“ an Belastungen verbreitet (Arbeitsplatzsicherungsbeitrag, Aussetzen der Biennalsprünge) - um dann hinterher wieder behaupten zu können, welche noch viel schlimmere Belastungen die Gewerkschaftsspitze doch wieder abgewehrt habe.
Wir LehrerInnen sind nicht ArbeitnehmerInnen 2. Klasse und haben daher ein Anrecht darauf, entsprechend unserer Leistung fair behandelt zu werden.
Wir stehen für eine andere Politik!
Wir tragen dieses Sparpakt nicht mit und wir sind auch bereit, für unsere Rechte zu kämpfen!
GröSpaPaz
GröSpaPaZ
"Das größte Sparpaket aller Zeiten"
Jetzt ist es aus dem Sack - das größte Sparpaket aller Zeiten, das GröSpaPaZ, wobei: in politischer Diktion pervertiert die Bedeutung des Wortes "Sparen" mittlerweile genauso wie die Bedeutung des Wortes "Reform". Gemeint ist: Mehrarbeit, Sozialabbau, Leistungskürzungen und Einkommensverluste für die arbeitende Bevölkerung.
Realeinkommensverluste durch Nulllohnrunden, Halbierung des staatlichen Zuschusses für Klein- und Kleinstsparer bei Bausparverträgen und Pensionsvorsorgen für den kleinen Mann mit dem erklärten Ziel, deren Geld in Umlauf zu bringen. [Man möge sich erinnern, wie die Schwarz-Blaue Regierung die Menschen mit Angstparolen in die private Pensionsvorsorge geredet hat - schon damals mit dem erklärten Ziel, zusätzliches Geld in die Finanzmärkte zu pumpen!] Großes Kaptial- und Sachvermögen oder deren Vererbung bleibt unbehelligt. Das bei jeder Gelegenheit verbratene Argument gegen vermögensbezogene Steuern: die Vermögenden hätten ja schon bei der Schaffung des Vermögens Steuern bezahlt. Ja, das ist richtig. Aber was nützt es zur Aufrechterhaltung der Solidargemeinschaft Staat, wenn vor zig Jahren Steuern bezahlt worden sind? Vermögen und Kapital muss genauso wie Arbeit kontinuierlich zur Aufrechterhaltung der Solidargemeinschaft und dessen Infrastruktur beitragen; derzeit liefert ja, von allen beklagt, die arbeitende Bevölkerung überproportional viel und Vermögen unterproportional wenig an den Staat ab.
Aber allen voran die ÖVP hat erfolgreich eine gerechtere Besteuerung von Kapital- oder Sachvermögen verhindert. Da sei der Teufel vor! [Und überhaupt: es ist auch gar nichts dabei, wenn wir unser erstrassertes Geld im Kofferraum unserer Luxuslimosine außer Landes grassern und uns noch ein wenig von der Telekom schmieren lassen - weil in Österreich sitzt man eben auf seinem Vermögen und verschafft sich Vorteile, wo man nur kann und schert sich nur bedingt um die Finanzierung der Sozial- und Infrastruktur der Gemeinschaft, in der man lebt.]
Strukturreformen: Fehlanzeige! Beispiel Schulverwaltung: die Regierungsparteien wären ja schließlich schön blöd, wenn sie die teureste Schulverwaltung der Welt reformieren würden. Schließlich könnte man dann die zahlreichen schönen Posten nicht mehr mit Parteigängern besetzen. Das hieße ja: Machtverlust! Also lieber die ohnehin von der hohen Inflation gegängelten Bürger - vor allem PensionistInnen und Beamte - abzocken.
Die Solidarabgabe für die Bestverdiener ist auf 4 Jahre beschränkt und besteuert außerdem ja wiederum nur Arbeit; die Änderungen bei der Gruppenbesteuerung schlagen im Gröspapaz mit 270 Millionen zu Buche - bei einem anvisierten Volumen des Pakets von 26 Milliarden: ein Witz!
LehrerInnen - wir sind Supersparmeister! LehrerInnen sind ja schon von Schmied persönlich mit unbezahlter Mehrarbeit und Kürzungen bestraft worden und werden jetzt im GröSpaPaZ nicht nur als Beamte mit weiteren Realeinkommensverlusten gesegnet, sondern sind natürlich auch von vielen sonstigen Maßnahmen betroffen.
Würde man die seit den 70er-Jahren explosionsartig gestiegene Wertschöpfung nur marginal an der Finanzierung der Solidargemeinschaft namens Staat und dessen Infrastruktur beteiligen, gäbe es keine Krise - die Krise ist, das muss uns allen bewusst sein, nicht aus dem Nichts wie ein Unwetter auf uns hereingebrochen, sondern ist systemisch, gewollt und gemacht - von Menschen gemacht.
Das wirklich Bedrückende an dem Sparpaket ist die Richtung, die nicht nur die österreichische Regierung, sondern die ganze EU einschlägt. Indem man Teile der Bevölkerung in die Armut treibt und Leistungen kürzt, meint man der - hausgemachten - Krise entgegen steuern zu können - ein fataler Irrtum, wie mittlerweile zahlreiche Wirtschaftsleute warnen. Das ist das Rezept, mit dem man die Welt 1930 in die Wirtschaftskrise getrieben hat und das jetzt - aus Dummheit und ideologischer Verbohrtheit - wiederholt wird.
Gehaltsabschluss
Gehaltsabschluss +2,9%: kampflos trotz Resolution!
Die neuen, ab 01.02.2012 gültigen Gehaltstabellen zum Download >>>
Wenn die Gewerkschaftsführung mit + 4,65% in die Lohnverhandlungen geht, dann in einer gemeinsamen, von allen Fraktionen unterzeichneten Resolution + 3,9% als absolut letztes Angebot verkündet und dann + 2,9% kampflos akzeptiert, wird sie unglaubwürdig!
Das Ergebnis: Ab 1. Februar 2012 werden die Gehälter der Beamtinnen und Beamten, die Monatsentgelte der Vertragsbediensteten und der Bediensteten mit einem Sondervertrag, in dem keine andere Art der Valorisierung vorgesehen ist, um 2,56 % und danach um € 11,10 (Staffel) erhöht. Die Zulagen und Vergütungen werden mit Ausnahme der Kinderzulage ab 1. Februar 2012 um 2,95 % erhöht.
Bei einem Monatsbezug von 2220 € bedeutet das eine Erhöhung um 3,06%, bei 3330 € um 2,89% und bei 4440 € um 2,81%. Die große Jubiläumszuwendung bei weniger als 40 Dienstjahren wird bei einer ab 1. Jänner 2012 wirksamen vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand nicht mehr gewährt.
Dies bedeutet: Die große Jubiläumszuwendung nach Erreichen von 40 Dienstjahren bleibt unberührt. Die Gewährung der Jubiläumszuwendung bei weniger als 40 (mindestens aber 35) Dienstjahren erfolgt nur noch bei einer Versetzung in den Ruhestand bzw. Pensionierung nach dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter.
Die Streichung der Jubiläumszulage für Hackler- und KorridorpensionistInnen stellt einen äußerst dramatischen Eingriff dar: Viele haben Pensionszeiten nachgekauft und damit gerechnet, dass es sich aufgrund der Zulage von 4 Monatsgehältern auszahlen würde; jetzt bekommen sie nichts - außer sie warten, bis sie 40 Dienstjahre haben, aber dann hätten sie nichts nachkaufen müssen! Das werden so manche Betrug nennen!
Übrig bleibt ein Lohnabschluss,
der erneut deutlich unter der Inflationsrate liegt.
Die Führung der Gewerkschaft hätte sich an die gemeinsam beschlossene GÖD-Resolution halten müssen und den Kampf mit der Dienstgeberseite aufnehmen müssen!
Tipps & Links
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"Das große Plus"
Unterrichtsmaterialien zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beitrag von Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich. [Initiative von ÖGB, ÖJRK und IV]
Link >>>
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COPSOQ-Online-Fragebogen
Der standardisierte Copsoq-Online-Fragebogen erlaubt es, die berufliche Belastungssituation zu bestimmen und mit einer Referenzgruppe zu vergleichen. (90 Fragen / 15 Minuten).
mehr Infos >>> / Link zum Fragebogen >>>
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Online-Petition
Unabhängige Initiative "Eltern für eine gemeinsame Schule aller 10 bis 14-jährigen Kinder"
hier unterzeichnen >>>
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Atomausstieg: JETZT!
Mahnwachen jeden Montag um 19:00 Uhr Wackersdorf-Mahnmal, Mozartplatz -
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Materialien: Atomenergie
"Der Kuckuck in der Steckdose" Ein eigens für den Unterricht konzipierter kritischer Animationsfilm. Aus eigener Erfahrung: kindgerecht & sehr empfehlenswert!!!
[ weitere Materialien und Links finden Sie hier >> ]
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