Klassenforum & Schulforum

Auf Grund gesetzlicher Bestimmungen obliegt dem Klassenforum die Beschlussfassung in den folgenden Angelegenheiten, soweit sie nur eine Klasse betreffen, und dem Schulforum die Beschlussfassung jedenfalls in den Angelegenheiten der Z 1 lit. c, e, h, i und n, ferner in den folgenden Angelegenheiten, soweit sie mehr als eine Klasse berühren:

1. die Entscheidung über

  1. mehrtägige Schulveranstaltungen,
  2. die Erklärung einer Veranstaltung zu einer schulbezogenen Veranstaltung (§ 13a Abs. 1),
  3. die Hausordnung gemäß § 44 Abs. 1,
  4. die Bewilligung zur Durchführung von Sammlungen gemäß § 46 Abs. 1,
  5. die Bewilligung zur Organisierung der Teilnahme von Schülern an Veranstaltungen gemäß § 46 Abs. 2,
  6. die Durchführung von Veranstaltungen der Schulbahnberatung,
  7. die Durchführung von Veranstaltungen betreffend die Schulgesundheitspflege,
  8. die Erlassung schulautonomer Lehrplanbestimmungen (§ 6 Abs. 1 und 3 des Schulorganisationsgesetzes),
  9. die schulautonome Festlegung von Eröffnungs- und Teilungszahlen (§ 8a Abs. 2 des Schulorganisationsgesetzes),
  10. schulautonome Schulzeitregelungen (§ 2 Abs. 5 und 8 sowie § 3 Abs. 2 des Schulzeitgesetzes 1985),
  11. die Festlegung der Ausstattung der Schüler mit Unterrichtsmitteln (§ 14 Abs. 6),
  12. die Erstellung von Richtlinien über die Wiederverwendung von Schulbüchern (§ 14 Abs. 7),
  13. die Festlegung einer alternativen Form der Beurteilung der Leistungen (§ 18 Abs. 2),
  14.  Kooperationen mit Schulen oder außerschulischen Einrichtungen;

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Einladung Future TALKS

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Nicht genügend“: Dieses Wort bedeutet eigentlich selten etwas Gutes. Erst recht nicht, wenn es auf dem Schulzeugnis steht. Geht es nach der neuen Bundesregierung, müssen auch Sechsjährige in Zukunft wieder verpflichtend mit Ziffernnoten beurteilt werden! Aber wie sinnvoll und gerecht ist es, den Erfolg von SchülerInnen mit Noten zu bewerten? Und, vor allem: Sind Noten ein „wahres“ Abbild von Leistungen oder doch nur ein subjektives Zerrbild?

Im Future Talk mit anschließender Diskussion geht der Bildungsforscher Univ.-Prof. (i.R.) Dr. Ferdinand Eder auf Basis österreichischer Daten der „Notenwahrheit“ auf den Grund und spricht über die Bedeutung von Schulnoten für den weiteren Lebensweg.

Dr. Ferdinand Eder war bis 2013 Professor für Pädagogik am Fachbereich Erziehungswissenschaft an der Universität Salzburg. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Schul- und Unterrichtsforschung, Qualitätsentwicklung im Schulbereich, Interessenforschung, Berufspsychologie und LehrerInnenbildung.

FUTURE TALKS #9:
Univ.Prof.(i.R.) Dr. Ferdinand Eder:
Schulnoten auf dem Prüfstand
Gibt es „Notenwahrheit“?
Vortrag und Diskussion

DONNERSTAG 15. MÄRZ 2018, 19:00 UHR
Unipark Nonntal, Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg
Hörsaal Agnes-Muthspiel (HS E.002)
Anmeldung bis 13. März 2018 unter:
gruene@salzburg.gv.at
Entspannte Anreise ohne Auto:
O-Bus Linien 3,5 oder 8: Haltestelle Justizgebäude

What the Schuldgeldfreiheit?

Die Anfrage im Wortlaut >>>

Die Antwort des Landesschulrates >>>

What the Schuldgeldfreiheit? Was geht und was nicht. Wir haben es jetzt amtlich! >>>

In einem Schreiben an alle öffentlichen und privaten Schulen im Bundesland Salzburg mit der Zahl 7154/0022-AP/2017 vom 29.5.2017 formulierte der Landesschulrat für Salzburg: „Die Vorschreibung und Einhebung von (verpflichtenden) Kostenbeiträgen der Erziehungsberechtigten zwecks Durchführung der „Workshops“ am Schulstandort ist im Hinblick auf die Schuldgeldfreiheit nicht zulässig“.

Große Verunsicherung an den Schulen
Das war zwar nur die halbe Wahrheit, bewirkte aber eine massive Verunsicherung an den Salzburger Schulen. Weil viele Lehrerinnen und Lehrer nun nicht mehr wussten ob Elternbeiträge für diverse Workshops, Theatervorstellungen, etc. zulässig sind, wurden reihenweise bereits vereinbarte Termine gecancelt. Seitens des Landesschulrats gab es nur spärliche Auskünfte. Und weil sich zahlreiche Lehrkräfte nicht mit einem Fuß ins Kriminal stellen wollten fanden viele Veranstaltungen die sich lange bewährt haben und die rechtlich auch absolut korrekt ablaufen hätten können nun einfach nicht mehr statt. Eine Situation die für alle Seiten ziemlich unbefriedigend ist. Daher sind wir der Sache weiter nachgegangen.

Ausweg: Schulveranstaltungen!
Wie sich schnell herausfinden lässt gibt es nämlich die Möglichkeit so genannte Schulveranstaltungen abzuhalten. Ein wesentliches Merkmal von Schulveranstaltungen ist es, dass diese „der Ergänzung des lehrplanmäßigen Unterrichts“ dienen. Darüber hinaus können für Schulveranstaltungen auch Kostenbeiträge etwa für Fahrt, Nächtigung, Verpflegung, Eintritte, Kurse, Vorträge, und Arbeitsmaterialien von den Eltern eingehoben werden. (Diese Bestimmungen finden sich in der Schulveranstaltungenverordnung 1995 SchVV) Noch nähere Ausführungen zum Thema können in den Informationsblättern zum Schulrecht Teil 5 nachgelesen werden. Dort wird etwa präzisiert, dass grundsätzlich „im Rahmen von Schulveranstaltungen alles gemacht werden [kann], was der Ergänzung des Unterrichts dient“. So können etwa Ausstellungen, die Vorführung von Filmen oder Vorträge von schulfremden Personen ergänzend zum lehrplanmäßigen Unterricht als Schulveranstaltungen angeboten werden. Dabei kann die Finanzierung einer Schulveranstaltung auch durch den Elternverein oder durch außerschulische Stellen erfolgen.

Viele Fragen, endlich Antworten!
In der Praxis ergeben sich natürlich durchaus komplexe Anwendungsfälle. Und so wurden in den letzten Monaten an uns zahlreiche nicht ganz einfach zu beantwortende Fragen aus dem Schulalltag herangetragen, die wir versucht haben in mehrere Anwendungsbeispiele zusammenzufassen. Und da wir eine verlässliche Auskunft wollten, haben wir den Landesschulrat um eine rechtliche Beurteilung gebeten. Seit kurzem liegt uns die amtliche Beantwortung vor.